Was der Nikolaus ’89 brachte…

Am Wochenende habe ich mal wieder meine Eltern besucht, und wir schauten ein paar alte Fotos an alá: “ach, die gute alte Zeit!” Und da entdeckte ich doch glatt zwei ziemlich überbelichtete und verschwommene Beweisfotos, dass es also am 06.12.1989 soweit war, dass ich das erste Mal mit Rollenspiel in Berührung kam. Ich bekam die zwei Boxen “Das Schwarze Auge – Abenteuer Basis-Spiel” und “DSA Professional – Schwertmeister” geschenkt. Aber seht selbst…

Ich glaube, meine Eltern wussten nicht wirklich, was sie mir da schenkten und vielleicht ließen sie sich die Boxen in einem Spielwarenladen auch einfach andrehen. Froh bin ich dennoch über diese Fügung, auch wenn ich als damals gerade 9-Jähriger nicht so recht etwas mit diesem Geschenk anzufangen wusste. Ich erinnere mich, das Einstiegsabenteuer mit meinem damals besten Freund ausprobiert zu haben. Wir gaben aber nach einiger Zeit auf, da wir es einfach nicht wirklich verstanden. Die Einstiegshürde eines DSA 2er Regelsystems ist für Kinder ohne Anleitung eines erfahrenen Spielers einfach zu hoch. So vergingen dann noch einmal vier bis fünf Jahre, als ich an meiner Schule ein paar Leute fand, die schon DSA spielten. Von da an hat’s mich dann gepackt und wir spielten regelmäßig. Komischerweise machte ich von Anfang an fast immer den Meister, vielleicht ja auch aus Not, da sich sonst niemand bereit erklärte. An mein erstes Abenteuer kann ich mich auch noch prima erinnern: “Im Spinnenwald” das Auftakt-Abenteuer zur Orkland Trilogie. Auch wenn es nach heutigen Maßstäben ein wohl eher maues Abenteuer war, hatten wir alle mächtig Spaß daran!

Wie war euer erstes Mal?

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Selbständiger Student der Buchwissenschaft an der Uni Erlangen. Verheiratet und Papa einer süßen Tochter. Interessen: Bücher, E-Books, Typografie, Fotografie, Theologie, Philosophie und natürlich Rollenspiele! :-)

4 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Christoph Lühr #

    November 1983, in der Spielwarenabteilung des örtlichen Warenhauses tauchte die rote DnD Grundbox in Deutsch auf. Erst konnte ich damit nichts anfangen, bis ich im Heyne SF-Jahrbuch einen Artikel von Dr. Lutz Reimers-Rawcliffe las. Da ich vorher schon die deutschen Abenteuer-Fantasy-Bücher verschlungen habe, kaufte ich sie mir gegen den Willen meiner Eltern noch kurz vor Wehnachten. DSA habe ich bis 2004 ignoriert, der Rest ist Geschichte.

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